EIBE
Eingliederungslehrgang in die
Berufs- und Arbeitswelt
EIBE ist ein vom Europäischen Sozialfonds gefördertes Programm des hessischen Kultusministeriums, das den Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung, in ein Arbeitsverhältnis bzw. einen vollschulischen Berufsbildungsgang erleichtern soll.
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Zielgruppe der Maßnahme sind Jugendliche oder junge Erwachsene, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind und/oder einer besonderen Förderung bedürfen, um bestehende Lern- und Leistungsdefizite zu kompensieren. Das Alter der Teilnehmer(innen) liegt in der Regel zwischen 16 und 19 Jahren; Grundbedingung für die Aufnahme ist die Erfüllung der neunjährigen Vollzeitschulpflicht nach § 59 Abs. 1 Hess. Schulgesetz.
Die Förderhöchstdauer in EIBE-Lehrgängen ist auf zwei Jahre angelegt, wobei der Übergang in eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schulform nach Absolvierung des ersten Jahres angestrebt wird. Auch ein Seiteneinstieg in die laufende Maßnahme ist möglich. Bei entsprechenden Leistungen kann im Rahmen von EIBE der Hauptschulabschluss erworben werden.
„Schule hat Menschen zu stärken, Beziehungen zu ermöglichen und lohnende Aufgaben zu stellen ...“ (THIMM). Das pädagogische Konzept der EIBE-Lehrgänge an den Kaufmännischen Schulen gründet auf der Annahme, dass Schule mehr sein muss als ein Ort abstrakter Wissensvermittlung. Sie sollte auch und insbesondere benachteiligten Jugendlichen Hilfen zur Lebensbewältigung bieten.
EIBE stellt sich dieser Problematik durch
die Integration handlungs- und projektorientierter Elemente in den Unterricht,
individuelle Förderpläne für die Schüler(innen),
hohe Praktikumsanteile mit sorgfältiger Vor- und Nachbereitung,
intensive Sprachförderung (Deutsch als Zweitsprache),
spezielle erlebnispädagogische Programme zur Förderung von individuellen und gruppenbezogenen Schlüsselqualifikationen (Adventure Based Counselling),
einen lebensweltbezogenen Ansatz, der sich in kontinuierlicher sozialpädagogischer Betreuung der Lehrgänge und in der Kooperation mit außerschulischen Bildungs- und Jugendhilfeträgern ebenso niederschlägt wie im Selbstverständnis der Lehrenden, die sich nicht nur als Wissensvermittler sondern auch als Berater begreifen durch die Bereitstellung von Räumen und Arbeitsmaterialien, die den unterschiedlichsten Lernsituationen gerecht werden und es erlauben, die Schule als Lebensraum wahrzunehmen,
personelle Kontinuität, enge Kooperation und beständige Fortbildung der in der EIBE beschäftigten Pädagog(inn)en.
Der Unterricht in der EIBE umfasst 32 Wochenstunden in fachpraktischen und allgemeinbildenden Lernbereichen. Das Konzept sieht folgende Inhalte vor, die je nach Förderbedarf und Projektverlauf mit unterschiedlichen Gewichtungen angeboten werden:
Textverarbeitung,
informationstechnische Grundbildung,
kaufmännisches Rechnen/Mathematik,
Hauswirtschaft,
Deutsch als Zweitsprache,
Politik,
Sport.
Zusätzlich sind 6 Wochenstunden sozialpädagogische Betreuung vorgesehen.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt durch die Erziehungsberechtigten oder die volljährige Schülerin bzw. den volljährigen Schüler. Es gibt keine festen Anmelde- bzw. Aufnahmetermine.
Information
Auskünfte erteilt das
Sekretariat oder der EIBE-Koordinator (Herr Wolff) an den Kaufmännischen
Schulen. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der EIBE-Geschäftsstelle
im Hessischen Kultusministerium unter
www.EIBE-online.de.
Fotos vom
EIBE-Weihnachtsbasar 2002
Fotos: privat
Berufliches
Gymnasium (BG, Berufsfeld Wirtschaft)
Berufliches
Gymnasium (BG, Berufsfeld Gesundheit)
Berufsschule
Berufsfeld Gesundheit
Berufsschule
Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung
Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)
- zur Zeit nicht angeboten
Einjährige
Berufsfachschule (HH)
Fachoberschule
(FOS)
Kooperationsmodell
Arbeitslehre (KOAL)
Zweijährige
Berufsfachschule (BFS)
Zweijährige
Höhere Berufsfachschule für Bürowirtschaft (BW)
Zweijährige
Höhere Berufsfachschule für Fremdsprachensekretariat (FSK)
Zweijährige
Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung (FIV)